Treffpunkt Alzheimer“ und „Alzheimer Gespräch“ sind regelmäßige Podcasts rund um das Thema Alzheimer und Demenz. Die beiden Initiatoren der Podcasts moderieren die 14-tägigen Sendungen gemeinsam. Sie sind auch für Redaktion, Produktion und die inhaltliche Gestaltung zuständig.
Es gibt unterschiedliche Themenschwerpunkte, die in jeweils einer eigenen Ausgabe des „Treffpunkt Alzheimer“ bzw. „Alzheimer Gespräch“ besprochen werden, z.B.:

  • Erste Warnzeichen der Erkrankung
  • Diagnose und Behandlung von Demenz und Alzheimer
  • Medikamentöse und nicht medikamentöse Therapie
  • Vorbeugung, Prävention, Rehabilitation
  • Forschung
  • Ethik, Trauer, Trauerbewältigung
  • Recht, insbesondere Betreuungsrecht, Arbeitsrecht
  • Umgang mit Kranken- und Pflegekassen, Sozialleistungen
  • Erfahrungsberichte von pflegenden Angehörigen und von Fachpersonal
  • Pflegemissstände aber auch Vorstellung positiver Beispiele
  • Niedrigschwellige Betreuungsangebote, ambulante, teilstationäre und stationäre Versorgung Demenzkranker
  • Diagnostik und Versorgung Demenzkranker mit Migrationshintergrund

und viele andere Themen mehr.

Zu jeder Sendung wird ein Gast oder Experte zu einem der o.a. Themen eingeladen. Gemeinsam mit den beiden Moderatoren soll das Thema möglichst mit allen Aspekten besprochen werden. Daher variiert die Sendezeit – je nach Themenumfang – zwischen 20 und 30 Minuten.

Die Liste aller Sendungen des „Alzheimer Gesprächs“

1

Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider stellen die neue Internet-Sendung Treffpunkt Alzheimer vor.
Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider stellen die neue Internet-Sendung Alzheimer-Gespräch vor. Mit dabei im Studio ist der Kölner
Nervenarzt und Alzheimer-Experte Hans-Joachim Schirmer.

In Deutschland leben schätzungsweise rund 1,2 Millionen Alzheimer-Patienten. Alzheimer gehört zu der gro-ßen Gruppe der Demenz-Erkrankungen, von denen 70 verschiedene Varianten
bekannt sind. Über 90 Prozent aller betroffenen alten Menschen werden daheim von ihren Angehörigen gepflegt. Bei Alzheimer Patienten ist das nur begrenzt möglich. Denn die stetig fortschreitende Krankheit erfordert
„Rund um die Uhr Pflege“. Die Kranken verändern ihre gesamte Persönlichkeit. Sie erkennen ihren eigenen Ehepartner und die eigenen Kinder nicht mehr. Die Krankheit entwickelt sich individuell ganz unterschiedlich.
In jedem Fall leben die Alzheimer-Erkrankten ab einem bestimmten Zeitpunkt in einer eigenen Welt, die mit der Realität nur noch wenig gemein hat. Spätestens dann benötigen die Angehörigen Hilfe, um den ganzen Belastungen,
die mit der Krankheit einher gehen, gewachsen zu sein.
Das Alzheimer-Gespräch will ein Forum für pflegende Angehörige von Demenz-Erkrankten sein. Wir freuen uns dabei über jede Anfrage und Anregung via Telefon, Mail oder Fax – wir wollen mit Ihnen als Angehörige ins
Gespräch kommen. Denn eins steht fest: Wer sich als Angehöriger verschämt zurückzieht hat schlechte Karten. Der Erfahrungs- und Informations-Austausch ist gerade bei dieser Krankheit besonders wichtig.
Nur wer sich auch um das eigene Wohl kümmert, kann seinen Angehörigen pflegen. Entlastungsmöglichkeiten sind dabei eben so notwendig wie seelischer Beistand.

2

Gespräch mit einer pflegenden Ange-hörigen (Ingrid)

Gespräch mit einer pflegenden Ange-hörigen (Ingrid)

3

Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider fassen in der neuesten Ausgabe Höreranfragen zusammen.

Dabei geht es um Themen wie Gedächtnis-Ambulanz oder Medikation. Auch Entlastungsangebote wie Familienentlastende Dienste, die ambulante Tagespflege oder die stationäre Kurzzeitpflege,
damit die pflegenden Angehörigen auch mal in den Urlaub fahren können, stehen im Mittelpunkt. Außerdem gab es Anfragen zu dem schwierigen Thema „Heimauswahl“. Das Alzheimer-Gespräch gibt hierzu zahlreiche Tipps.

4

In Folge 4 geht es darum, wie man eine beginnende Demenz- oder Alzheimer-Erkrankung erkennen kann.

Diesmal nimmt am Alzheimer-Gespräch wieder der Kölner Alzheimer-Experte und Nervenarzt Hans-Joachim Schirmer teil. Es geht darum, wie man eine beginnende Demenz oder
Alzheimer-Erkrankung erkennen kann. Ein Hörer möchte wissen, ob er sich Gedanken machen muss, weil sein Vater nach dem Tod seiner Mutter ganz verändert ist. Er tut sich schwer zu unterscheiden,
ob sein Vater eine Depression oder eine beginnende Demenz hat oder ob er einfach nur Trauerarbeit leistet. Der Arzt Hans-Joachim Schirmer gibt Auskunft über mögliche Anzeichen und Tipps, wie man am besten handeln sollte.

5

Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung

Mit dem Kölner Rechtsanwalt Alexander Strähnz. Er ist Experte in Sachen Betreuungsrecht und beantwortet Hörer-Fragen zum Thema Generalvollmacht, Vorsorgevollmacht und
Patientenverfügungen. Außerdem gibt er Auskunft wie eine Betreuung angeregt und ausgeführt wird.

6

Gespräch mit einer pflegenden Angehörigen

In dieser Ausgabe von Alzheimer-Gespräch stellen die Moderatoren Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider eine Frau vor, die ihren an Alzheimer erkrankten Ehemann begleitet hat.
Sie hat sich der schweren Krankheit Ihres Mannes gestellt und auch Hilfe gesucht.

7

Tagespflege als eine Möglichkeit der Entlastung pflegender Angehöriger aber auch der sinnvollen Beschäftigung für demenziell erkrankte Menschen.

In der 7. Folge des Alzheimer-Gesprächs ist der Leiter einer Kölner Tagespflegeeinrichtung zu Gast. Er schildert ausführlich den Ablauf in einer Tagespflege, erklärt für welche
Zielgruppe eine solche Einrichtung sinnvoll ist, gibt Auskunft über die Vorraussetzungen um dieses Angebot zu nutzen und welche Kosten durch die Pflegekasse übernommen werden können

8

Bericht über die Arbeit in einem gerontopsychiatrischen Beratungszentrum

In der 8. Folge ist Frau Meyer zu Allendorf, Mitarbeiterin des gerontopsychiatrischen Beratungszentrums in Köln Mülheim zu Gast. Sie berichtet über die Angebote des Zentrums und gibt
Auskunft darüber wie Erkrankten und vor allen Dingen auch den Angehörigen geholfen werden kann.

9

Niedrigschwellige Angebote
(Pflegeleistungsergänzungsgesetz)

In der 9. Folge sitzt Heike Görtz mit in der Runde. Sie leitet eines der Projekte, die in Köln ehrenamtliche Helfer ausbildet, die qualifiziert sind im häuslichen Bereich stundenweise
einen an Demenz erkrankten Menschen zu begleiten und zu betreuen. Und zwar für 7.50 Euro die Stunde, die direkt an den Betreuer gehen. Das Geld können Angehörige erstattet bekommen, wenn die Pflegestufe einen erhöhten
Betreuungsbedarf vorsieht. So können Angehörige zum Beispiel erhöhten Betreuungsbedarf bei der Pflegekasse in Höhe von bis zu 460 Euro pro Jahr rückwirkend per Rechnung geltend machen. Wenn der Anspruch besteht und er aus
irgendwelchen Gründen zunächst nicht genutzt wurde, können Angehörige ihn auch für vorausgehende Jahre im Nachhinein beantragen. Außerdem gibt es die sogenannte Verhinderungspflege, die man ebenfalls bei der Pflegekasse
beantragen kann. Insgesamt kann man als pflegender Angehöriger bis zu 4 Wochen Verhinderungspflege pro Jahr bekommen und dafür bis zu 1.432 Euro erhalten. Die Verhinderungspflege kann man splitten also Tageweise oder
stundenweise beantragen.

10

Rechtliche Aspekte der Sterbehilfe

Heute ist Werner Schell zu Gast. Er ist der stellvertretende Vorsitzende des Pflege-Selbsthilfeverbandes e.V., einer unabhängigen und gemeinnützigen Initiative, die sich für
menschenwürdige Pflege einsetzt. Bei dem heutigen Gespräch geht es aber weniger um den Verband und seine Arbeit. Vielmehr stehen die Fragen am Ende des Lebens im Mittelpunkt: Wie sehen die gesetzlichen Grundlagen
für Sterbehilfe aus? Was ist aktive und was ist passive Sterbehilfe? Und wie kann man am besten vorsorgen?

11

Kann man einer Demenz vorbeugen?

Zu diesem Thema wird uns Herr Prof. Josef Kessler, Uniklinik Köln viele Fragen beantworten und sehr interessante Informationen über die Entstehung einer Demenz im menschlichen Gehirn geben.

12

Burn out in der Pflege

Diesmal heißt das Thema „Burn out in der Pflege“. Genau darunter leiden viele pflegende Angehörige von Alzheimer-Patienten. Häufig zerreiben sie sich in der anstrengenden Pflege
rund um die Uhr und vergessen darüber die eigenen Bedürfnisse. Doch es gibt zahlreiche Wege und Hilfen, wie man das „Burn out“ Syndrom umgehen kann. Zu Gast ist Dr. Johannsen, Leiter der Gerontopsychiatrie der
Rheinischen Kliniken Köln.

13

Probleme junger Demenzkranker, die noch im Berufsleben stehen.

Es gibt auch immer mehr relativ junge Alzheimer-Patienten, die schom im Alter von 50 oder 60 Jahren daran erkranken. Viele dieser jungen Alzheimer-Patienten stehen mitten im Berufsleben.
Und das wirft dann im Zweifel viele Fragen auf. Etwa: Wie rechtskräftig ist eine Kündigung des Arbeitsgebers wegen der Krankheit und was passiert, wenn der Patient die Kündigung vergisst? Fragen, die der Rechtsanwalt
Christoph Kramer beantworten kann. Er hat sich auf Arbeitsrecht spezialisiert.

14

RA Strähnz beantwortet Fragen von Hörern, die nach Folge 5 gestellt wurden.

Betreuung: Gründe, Voraussetzungen, Betreuer

Diesmal ist Rechtsanwalt Alexander Strähnz bei Moderator Wolfgang Schneider zu Gast. Er hat bereits in einer unserer ersten Sendungen Fragen zum Betreuungsrecht beantwortet.
Heute steht die Vorsorge im Zentrum des Gesprächs. So gibt es inzwischen ein zentrales Vorsorgeregister bei der Bundesnotarkammer, wo man seine Vorsorgevollmacht registrieren lassen kann. Das hat den Vorteil,
dass im Falle eines Falles das Gericht einen eindeutigen Hinweis auf die vorliegende Vorsorgevollmacht bekommt.
Im zweiten Teil der Sendung geht es um die Betreuung selbst: Wann wird eine Betreuung eingerichtet und wer übernimmt diese Funktion?

15

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Berlin) stellt sich vor.

Heute ist der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Hans Jürgen Freter zu Gast. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft setzt sich bundesweit
für die Interessen von Demenzerkrankten und ihren Angehörigen ein. Sie wurde 1989 gegründet und fungiert als Bundesverband der Landesverbände sowie der regionalen und örtlichen Gesellschaften.

16

Frau Dr. Barbara Romero stellt die von ihr entwickelte Selbsterhaltungstherapie und das Alzheimer Therapiezentrum der Neurologischen Klinik Bad Aibling vor.

Das Team vom Alzheimer-Gespräch wünscht allen Hörern nachträglich ein frohes neues Jahr! Nach einer kurzen Pause über die Feiertage melden sich die beiden Moderatoren Gabriela
Zander-Schneider und ihr Mann Wolfgang Schneider heute mit einem neuen informativen Gespräch zurück. Dr. Barbara Romero ist heute zu Gast im Studio. Sie ist Wissenschaftliche Leiterin des Alzheimer Therapie
Zentrums in Bad Aibling.

17

Der Kölner Nervenarzt Hans-Joachim Schirmer gibt Antworten auf die häufigsten Fragen, die ihm während seiner langjährigen Tätigkeit gestellt wurden.

Zu Gast im Studio ist heute wieder der Kölner Alzheimer-Experte und Nervenarzt Hans Joachim Schirmer. Wir sprechen unter anderem über die häufigsten Fragen, die ihm in seiner
langjährigen Praxis von Angehörigen im Zusammenhang mit Demenz und Alzheimer gestellt werden. Da Betroffene die Erkrankung meist verleugnen, bzw. sich mit Zunahme der Symptome auch nicht mehr äußern können,
ist der Arzt auf die Auskünfte der Angehörigen angewiesen. Die häufigste Klage ist, dass pflegende Angehörige ständig erschöpft und die Grenze der physischen und psychischen Belastbarkeit lange überschritten haben,
d.h. selbst krank sind.
Die Verhaltensveränderungen des Erkrankten macht den pflegenden Angehörigen am meisten zu schaffen. Deshalb beantwortet De. Schirmer in der heutigen Sendung mit Schwerpunkt Fragen zu diesem Themenkomplex.

18

Fortsetzung der Folge 17:
Beantwortung häufiger Fragen von pflegenden Angehörigen

Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider setzen das Gespräch der letzten Sendung (Folge 17) mit dem Alzheimer-Experte und Nervenarzt Hans Joachim Schirmer fort.
Er berichtet über weitere Fragen, die ihm von pflegenden Angehörigen sehr häufig gestellt werden. Nach den Verhaltensauffälligkeiten sind innere Unruhe, Orientierungsschwierigkeiten und Weglauftendenzen die
nächsten geschilderter Probleme. Weglauftendenzen können vielfältige Ursachen haben. Eine davon ist das sogenannte „Sundown-Syndrom“, dass, wie der Name schon sagt, meist in den späten Nachmittagsstunden auftritt.
Patienten, die im Ausland geboren sind und deutsch als zweite Sprache erst spät gelernt haben, vergessen diese Sprache zunehmend und sprechen ihre deutschen Partner und Familienangehörigen oft nur noch in ihrer
Mutersprache an. Hr. Schirmer stellt uns eine ebenso überraschende wie einleuchtende Verhaltensregel vor.

19

Erfahrungsbericht einer pflegenden Angehörigen, die gemeinsam mit ihrem Ehemann im Alzheimer Therapiezentrum, Bad Aibling an der Selbsterhaltungstherapie teilgenommen hat.
Diese Folge knüpft an Folge 16 an.

Heute ist Frau Douglas-Hillmann aus Berlin zu Gast. Sie hatte die Gelegenheit sich mit ihrem an einer Demenz erkrankten Ehemann 4 Wochen im Alzheimer Therapiezentrum in
Bad Aibling aufhalten zu können. Sie wird über das Antragsverfahren für eine solche Therapie berichten aber auch über die Hilfen, die sie im Alzheimer Therapiezentrum erhalten hat.
Schwerpunkt ihres Berichtes sind die durchweg positiven Erfahrungen, die sie mit der Selbstherhaltungstherapie gemacht hat. Diese Therapie wurde von Frau Dr. Barbara Romero, der wissenschaftlichen Leiterin des
Alzheimer Therapiezentrum Bad Aibling, entwickelt.

20

Informationen zur Wohnraumberatung, Leistungen und Unterstützung durch die Pflegekassen

Die wenigsten Wohnungen sind so ausgestattet, dass sie den Lebens- und Wohnbedürfnissen im Alter oder bei Behinderung gerecht werden. Frau Küllchen von der Wohnberatung
„wohn mobil Köln“ zeigt an einigen Beispielen auf, wie viele Probleme schon mit wenig Kosten und Aufwand beseitigt werden können.
Eine Demenzerkrankung stellt besondere Bedingungen an den Wohnraum, auch sind gegebenenfalls mehrfach Veränderungen in der Wohnung entsprechend dem zunehmenden Schweregrad der Erkrankung notwendig.
Frau Küllchen erläutert den Ablauf der Wohnberatung vom ersten Gespräch über die Erfassung der tatsächlichen Gegebenheiten in der Wohnung, Besprechung von Lösungsmöglichkeiten und der Unterstützung und Begleitung
notwendiger Wohnraumanpassungsmaßnahmen bis zur Beantragung finanzieller Leistungen der Pflegekasse.

21

Begutachtung durch den MdK. Widerspruchsverfahren bei Ablehnung bis zur Klage beim Sozialgericht werden erklärt, Tipps zur Vorbereitung der Begutachtung gegeben.

Ihr Antrag beim MDK auf Anerkennung einer Pflegestufe wurde abgelehnt und auch der Widerspruch war erfolglos?
So weit muss es nicht kommen. Frau Anja Bollmann, Rechtsanwältin, die sich auf Sozialrecht spezialisiert hat, erläutert, wie man Fehler im Vorfeld vermeiden und sich auf die Begutachtung vorbereiten kann.
Sie zeigt aber auch die Widerspruchsmöglichkeiten gegen einen Bescheid, die Form und Fristen, sowie den Gang zum Sozialgericht, als letzte Instanz auf.

22

Bericht einer pflegenden Angehörigen (Christa).

Christa *) hat ihren an Alzheimer erkrankten Mann über 10 Jahre zuhause gepflegt. In den ersten Jahren ohne jegliche Hilfe und Unterstützung, bis sie auf eine Angehörigengruppe
in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung aufmerksam wurde. Hier hat sie erstmals praxistaugliche Informationen über den Verlauf der Erkrankung und Entlastungsangebote in der Nähe erhalten. Da ihr Mann nicht in Deutschland
geboren war und deutsch erst als vierte Fremdsprache sehr spät erlernte, ging das Vermögen, diese Sprache zu sprechen auch als erstes verloren. Erschwerend kam hinzu, dass der Erkrankte unter Halluzinationen und Ängsten litt.
Aufgrund der fortschreitenden Alzheimer Krankheit und zusätzlichen Erkrankung an Parkinson war letztlich eine Heimunterbringung unausweichlich. Christas Mann ist dort dann innerhalb weniger Wochen verstorben.
Christa ist ihrer Angehörigengruppe treu geblieben und gibt ihre Erfahrungen an andere pflegende Angehörige weiter.
*) Name geändert

23

Es gibt immer noch sehr viele negative Schlagzeilen / Berichte über den menschenunwürdigen Umgang mit Demenzkranken in Pflegeheimen. Dass es auch anders geht wollen wir hier aufzeigen.

Herr Wagner, Leiter eines Seniorenzentrums in Bocholt und Frau Radkowski, Pflegedienstleiterin in der gleichen Einrichtung geben Auskunft darüber, wie in ihrer Einrichtung auf die
Bedürfnisse von Demenzkranken eingegangen wird. Wie wichtig die regelmäßige Schulung des Personals, aber auch wie notwendig die Einbeziehung der Angehörigen ist. Offen berichten beide über ihre Erfahrungen aus dem
Alltag eines Pflegezentrums, dass sich den Herausforderungen unserer Zeit gestellt hat, nämlich die zunehmende Zahl der an Demenz erkrankten Menschen wahrzunehmen.

24

Prof. Dr. Dr. Rolf D. Hirsch Chefarzt der Abt. für Gerontopsychiatrie, Bonn und Gründer der Initiative „Handeln statt Misshandeln“ spricht mit uns über das Thema „Gewalt in der Pflege“.

Ein Tabuthema: Gewalt in der Pflege. Damit ist nicht allein körperliche Gewalt gemeint. Wie schnell es zu Gewalttätigkeiten in der häuslichen wie auch stationären Pflege kommen
kann erfahren Sie in der heutigen Sendung. Aber auch wo man sich hinwenden kann, wenn man in solch einer Situation Hilfe braucht und wie man Eskalationen verhindern kann.
Die Initiative gegen Gewalt im Alter e.V. hat eine Krisenberatungsstelle für Senioren, Angehörige und in der Pflege und Altenarbeit Tätige eingerichtet.

25

In Folge 23 waren die beiden schon einmal bei uns zu Gast. Die Zeit reichte nicht aus und so werden der Heimleiter Herr Wagner und die Pflegedienstleiterin Frau Radkowsky aus Bocholt
uns wieder einen interessanten Einblick in ihre Arbeit geben.

Wie schon in der ersten Sendung mit Herrn Wagner und Frau Radkowsky geht es auch heute wieder um die Erfahrungen aus dem Pflegealltag. In dem Bocholter Seniorenzentrum hat man sich
sehr viele Gedanken über den Umgang mit Demenzerkrankten gemacht. Und so gehen halt die Uhren in dem Gebäude, in dem die erkrankten Bewohner untergebracht sind, ganz anders. Jedoch auf ihre Bedürfnisse abgestimmt.
Sicher auf den ersten Blick ungewöhnlich. Aber nur für uns. Wir erhalten Einblick in einen etwas anderen Alltag.
Das Thema Sterbebegleitung und Tod wird in diesem Gespräch auch nicht außen vorgelassen. Denn auch das gehört dazu. Wie man in dieser Einrichtung damit umgeht, erleichtert auch uns pflegenden Angehörigen die
Auseinandersetzung damit.

26

Bericht einer pflegenden Angehörigen, die schlechte Erfahrungen in einem Heim gemacht hat und ihren Mann deshalb in ein anderes Heim verlegte.

Nach dem wir in den Folgen 23 und 25 über eine beispielhafte Einrichtung berichtet haben, ist heute eine pflegende Angehörige im Studio, die sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Sie berichtet über Pflegemissstände, die sie nur dadurch ihrem Ehemann weiterhin ersparen konnte, in dem sie das Heim gewechselt hat.
(Hannelore)

27

Wir sprechen mit einer Psychologin über die Belastungen pflegender Angehöriger. Neben der körperlichen Belastung hat die psychische Belastung sicher den größeren Anteil.

Wir sprechen mit der Diplom-Psychologin Ute Rahm über das Thema: „Die psychischen Belastungen der Demenzkranken und ihrer pflegenden Angehörigen.“
Es wird häufig von der körperlichen Belastung in der Pflege gesprochen. Die psychischen Belastungen der Angehörigen wiegen mit Sicherheit genauso schwer, wenn nicht schwerer.
Frau Rahm rät bereits zu Beginn der Pflege Vorbereitungen zu treffen, um sich so weit wie möglich vor diesen psychischen Belastungen zu schützen. Wichtig dafür ist, frühzeitig einen strukturierten Tages-
und Wochenablauf festzulegen, der genügend Freiraum für den Pflegenden vorsieht zur Erholung. Das bedeutet auch, frühzeitig nach geeigneten Entlastungsangeboten zu suchen und diese konsequent in den
strukturierten Ablauf einzubauen.
Aber auch der Demenzkranke ist psychisch belastet: Er merkt, dass irgendetwas mit ihm geschieht, dass er nicht erklären kann. Er ist zutiefst verunsichert und hat Angst. Frau Rahm rät den Erkrankten so früh
wie möglich aufzuklären und mit einzubeziehen, um in einer Zeit, in der das Denk- und Urteilsvermögen noch einigermaßen intakt ist, seine Wünsche für die spätere Pflege mit in den Tagesablauf einzubeziehen.

28

Thema der Sendung ist die Arbeit der Landesinitiative Demenz-Service NRW. Dieses Projekt könnte nachdem die Pflegereform verabschiedet wurde an Bedeutung gewinnen,
da das Land Nordrhein-Westfalen die Pflegestützpunkte ablehnt und statt dessen bestehende Infrastrukturen, wie die Demenz-Servicezentren weiter ausbauen will.

In der 28. Folge des Alzheimer Gesprächs ist Herr Stefan Kleinstück zu Gast. Er gibt uns einen Einblick in die Arbeit der Landesinitiative Demenz-Service NRW.
Diese Initiative soll eine gemeinsame Plattform mit Schwerpunkt Verbesserung der häuslichen Versorgung demenziell Erkrankter und die Unterstützung der sie pflegenden Angehörige sein und Angebote für Menschen
mit Demenz und ihre Angehörigen in Nordrhein-Westfalen fördern. Von den 12 Demenz-Servicezentren ist eines regional zuständig für Köln und das südliche Rheinland. Zu den Kernaktivitäten dieses Zentrums zählen
u.a. die Vernetzung von bestehenden Angeboten, Konzepten und Erfahrungen in der Region und Weiterentwicklung von Hilfsangeboten gemeinsam mit allen Anbietern, die Menschen mit Demenz betreuen.
Am Welt Alzheimertag 2007 wurde das Projekt „Wir tanzen wieder!“ gestartet. Hier treffen sich Demenzkranke und ihre Angehörigen einmal im Monat zum gemeinsamen Tanzen in einer Tanzschule. Aufgrund der großen
Resonanz plant Herr Kleinstück gemeinsam mit der Tanzschule jetzt einen Ball.

29

Die vorübergehende stationäre Aufnahme eines demenzkranken Menschen in einem Allgemeinkrankenhaus ist fast immer problematisch und führt häufig zu einer Verschlechterung
des Allgemeinzustandes. Die akute Erkrankung wird behandelt aber auf die besonderen Bedürfnisse der Demenzkranken in keinster Weise Rücksicht genommen.

Wir sprechen mit Frau Susanne Keller, Fachberaterin einer gerontopsychiatrischen Beratungsstelle in Köln. Sie berichtet über die häufigen Klagen pflegender Angehöriger,
wenn Demenzkranke wegen eines akuten Leidens aus der häuslichen Pflege oder dem Pflegeheim ins Krankenhaus verlegt werden. Die der Krankenhäuser sind nicht auf Demenzpatienten eingestellt.Die akute Erkrankung
wird behandelt aber auf die besonderen Bedürfnisse der Demen in keinster Weise Rücksicht genommen. Demenzkranke sind durch den plötzlichen Ortswechsel verwirrt, haben Angst weil sie nicht wissen, was mit ihnen
geschieht, können sich aber gegenüber dem Pflegepersonal des Krankenhauses nicht artikulieren. Ausreichende Ernährung und genügend Flüssigkeitsaufnahme wird durch das Krankenhauspersonal nicht immer sichergestellt
und bleibt meist den Angehörigen überlassen. Es wurde nachgewiesen, dass Demenzkranke länger im Krankenhaus verweilen, als nicht Demente, die wegen der gleichen Erkrankung eingewiesen wurden. Geeignete Konzepte zur
Verbesserung der Situation, wie klinikübergreifende Spezialstationen oder gerontopsychiatrische Konsildienste wurden bisher nicht umgesetzt, da die Finanzierung nicht sichergestellt werden konnte oder qualifiziertes
Personal fehlt.

30

Schwerpunktthema dieser Folge sind die niedrigschwelligen Angebote. Eine Mitarbeiterin des Demenz-Servicezentrum für Köln und das südliche Rheinland berichtet über Projekte,
die das DSZ initiiert und begleitet.

Frau Änne Türke ist Mitarbeiterin im Demenz-Servicezentrum für Köln und das südliche Rheinland. Der Koordinator dieses Demenz-Servicezentrums war in der vorletzten Sendung (Folge 28)
unser Gast. Frau Türke arbeitet im Schwerpunkt im Bereich der niedrigschwelligen Angebote. Sie berät und unterstützt Institutionen, Träger und Organisationen in der Vorbereitung und Durchführung von Betreuungsangeboten.
Dies sind neben den häuslichen Unterstützungsdiensten insbesondere stundenweise Entlastungsangebote bei denen Menschen mit Demenz zusammenkommen und gemeinsam betreut werden. Eines dieser Angebote, das es fast
flächendeckend in Köln gibt ist das „Cafe´ Offerte“.
Auch von den guten Erfahrungen, die sie mit der tiergestützten Begleitung von Demenzkranken gemacht hat, berichtet uns Frau Türke.
Das neuste Projekt des Demenz-Servicezentrums im Bereich der niedrigschwelligen Angebote ist die Umsetzung der Initiative des Instituts für Sportwissenschaft und Sport an der Universität Bonn „Fit für 100“.
Dieses Programm zielt darauf ab Senioren auch im Alter durch sportliche Betätigung fit zu halten. Das Demenz-Servicezentrum beteiligt sich an diesem Programm so, dass Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen
unter Anleitung eines geschulten Übungsleiters gemeinsam trainieren. Darüber hinaus findet eine wissenschaftliche Begleitung statt.

31

Wie funktioniert eigentlich das Gedächtnis?

Warum können wir uns an weit zurückliegende Ereignisse gut erinnern und wissen nicht mehr was wir vorgestern gegessen haben oder wie wir einen Tag insgesamt verbracht haben?
Wie kommt eigentlich die Entscheidung zustande ob wir Eindrücke, Erfahrungen oder Wissen in der Erinnerung speichern oder gleich wieder vergessen?
Kaum ein Organ ist für den Laien so geheimnisumwoben wie unser Gehirn. Aber auch Forscher stoßen immer noch an ihre Grenzen. Noch lange nicht sind alle Bereiche des Gehirns erforscht und viele Geheimnisse gilt es noch zu lüften.
Auf diese und andere Fragen antwortet uns Herr Prof. Kessler, Neuropsychologe an der medizinischen Fakultät der Universität Köln.

32

Fortsetzung der Folge 31

Prof. Kessler, Neuropsychologe an der medizinischen Fakultät der Universität Köln erläutert was es mit der „Nonnenstudie aus den USA auf sich hat. Er berichtet über neueste
Ergebnisse der Forschung, z.B. ob entzündungshemmende Mittel, Alzheimer verhindern können oder den Fortschritt bei den Studie zur Entwicklung eines Impfstoffes für die Behandlung Alzheimer-Kranker Menschen.

33

Thema der Folge 31 ist der Schutz vor Wohnungseinbrüchen. Wir werden mit einem Vertreter der Polizei des Kommissariats für Kriminalprävention / Opferschutz darüber sprechen,
wie man sein Eigentum gegen Diebstahl sichern kann. Der Schutz vor Einbruch ist nicht nur interessant für Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen, sondern ein Bereich der alle angeht.

Kriminaloberkommissar Heinz Schmickler von der Kreispolizeibehörde des Rhein-Erft-Kreises ist schon seit mehreren Jahren im Kommissariat Kriminalprävention / Opferschutz tätig.
Er erläutert uns zunächst wie Einbrecher in der Regel vorgehen. Die häufigsten Einbrüchen erfolgen am späten Nachmittag / frühen Abend, meist spontan ohne große Vorbereitung, weil die Gelegenheit günstig ist.
Dem Einbrecher kommt es auf Schnelligkeit und leicht zu transportierende Wertgegenstände, wie Geld, Schmuck, elektronische Geräte an, die er leicht zu Bargeld machen kann. Hindernisse, wie mechanische Sicherungen
für deren Beseitigung er Zeitaufwand betreiben muss oder die Lärm versuchen, schrecken ihn meist ab.
KOK Schmickler empfiehlt einfache Möglichkeiten die dem Einbrecher den ungehinderten Zutritt erheblich erschweren, um den Wohnungsbereich zu sichern. Integrierte Distanzsperren verhindern, dass Türen von Innen
unbeabsichtigt weit geöffnet werden. Das stellt sicher, dass Demenzkranke, die sich der Tragweite ihrer Handlungen nicht immer bewusst sind, Einbrechern selbst die Tür öffnen. Zum Verlassen der Wohnung kann die
Distanzsperre einfach ausgehängt werden. Sollten sich Demenzkranke selbst einschließen, ist aber auch gewährleistet, dass Angehörige oder Betreuer jederzeit Zutritt zur Wohnung haben.

34

Gregor Beltzig fotografiert Alzheimer Kranke in lebensfrohen Situationen.

Kann man Alzheimer „sehen“?
Gemeinsam mit dem Fotografen Gregor Beltzig startet die Alzheimer Selbsthilfe e.V. ein Projekt, das mithelfen soll Alzheimer begreiflicher zu machen – in Fotografie und Wort.
Hören Sie dazu das Interview das Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider mit dem Fotografen geführt haben.

35

Pflegeskandal – Nur Einzelfälle in Deutschland?
Claus Fussek aus München, der Pflegekritiker , der seit über 30 Jahren die Missstände an den Pranger stellt, gibt Auskunft über die vielen tausend „Einzelfälle“. Sein neuestes Buch „Im Netz der Pflegemafia“
deckt viele Missstände zusätzlich auf.
Er gibt aber auch Antwort auf die Frage, was jeder einzelne gegen Missstände unternehmen kann.

Pflegemissstände – nur Einzelfälle in Deutschland? Oder?
Die Moderatoren Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider sind zu Gast bei Claus Fussek. Der Sozialpädagoge aus München ist Mitbegründer der „Vereinigung Integrationsförderung“, die sich um die Situation
von behinderten und pflegebedürftigen Menschen kümmert. Claus Fussek erzählt im Alzheimer-Gespräch aus seiner täglichen Praxis. Der Pflegekritiker betreibt auch ein „Sorgentelefon“. Was er dort tagtäglich zu hören bekommt,
spottet jeder Beschreibung: der Pflegenotstand ist grausamer Alltag in den meisten deutschen Heimen. Und doch weiss er, dass es auch anders geht: Gut geführte Heime können trotz Budget- und Personalknappheit ein
menschenwürdiges Umfeld für Ihre Bewohner bieten – es kommt auf den Willen an. Teil 1 eines zweiteiligen Interviews.

36

Fortsetzung des Interviews aus Folge 35

Kritik an der Pflegekritik ist das Thema der neuen Ausgabe. Die Moderatoren Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider sind noch mal zu Gast bei Claus Fussek von der
„Vereinigung Integrationsförderung“ in München. Claus Fussek gilt als einer der engagiertesten und schärfsten Kritiker der Pflegesituation in Deutschland. Gleichzeitig steht er mit seiner Arbeit aber selbst
unter Dauerkritik. Miesmacherei, ja sogar Beleidigung des Pflegepersonals wird ihm oft vorgeworfen. Doch Fussek erklärt: Wer ein Kartell des Schweigens durchbrechen will, der macht sich Feinde. Seine Kritik
ziele nicht gegen gutes und engagiertes Personal, sondern gegen die zahlreichen „Weggucker“ im Gesundheitswesen.

37

Prof. Dr. Josef Kessler und seine Assistentin Frau Kaesberg erläutern das Trainingsprogramm NEUROVITALIS

Das Trainingsprogramm „NEUROVITALIS ®“ steht im Mittelpunkt des neuen Alzheimer-Gespräches. Es wurde von der Universität Köln entwickelt und eignet sich zur Prophylaxe von
Gedächtnisverlust. Im Gespräch sind Frau Kaesberg und Prof. Dr. Josef Kessler von der Neurologischen Klinik der Uni Köln.

38

Neues aus der Forschung zur Früherkennung der Alzheimer Krankheit

Das Alzheimer Gespräch ist ein Jahr auf Sendung.
In dieser Folge sprechen Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider am Rande des 81. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Hamburg mit Prof. Dr. Hans Förstl, dem Direktor der
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Technischen Universität München.

 

Die Liste aller Sendungen des „Treffpunkt Alzheimer“

1

Gabriela Zander-Schneider und Wolf-gang Schneider stellen die neue Internet-Sendung Treffpunkt Alzheimer vor.
Der Experte Hans-Joachim Schirmer, Nervenarzt in Köln, beantwortet Fragen zur Diagnose der Alzheimer Krankheit.

In Deutschland leben schätzungsweise rund 1,2 Millionen Demenz-Kranke. Davon leiden etwa Dreiviertel an einer Alzheimer-Demenz.
Weniger als die Hälfte von ihnen sind sicher diagnostiziert. Im Durchschnitt werden Alzheimer-Kranke erst viereinhalb Jahre nach Ausbruch
der Erkrankung also erst viereinhalb Jahre nach dem sicheren Erkennen der ersten Symptome einem Arzt vorgestellt. Über die Ursachen und Folgen
sprechen wir mit unserem Experten Hans-Joachim Schirmer. Er wird aber auch die Untersuchungen des Haus- und Facharztes vorstellen, die zu einer
sicheren Diagnose führen. Damit wollen wir Betroffenen und pflegenden Angehörigen die Angst vor einem Arztbesuch nehmen.

2

Die Arbeit der Beratungsstellen wird vorgestellt. Auskunft gibt eine Pflegeberaterin der BEK – Köln.

Warum nehmen 75% der pflegenden Angehörigen keinerlei Hilfen von außen in Anspruch, obwohl sie ein Anrecht darauf haben?
Sicherlich ist eine Ursache die fehlende Information. Wir werden in den kommenden Sendungen die Arbeit verschiedener Beratungsstellen vorstellen.
Viele pflegende Angehörige wissen gar nicht, dass sie auch bei ihrer zuständigen Krankenkasse umfassende Informationen zur häuslichen Pflege erhalten können.
Zu diesem Thema gibt uns heute Frau Gerner, Pflegeberaterin der Barmer Ersatzkasse in Köln, ausführlich Auskunft.

3

Änderungen durch die Pflegereform zum 01.07.2008. Erfahrungen nach ½ Jahr.

Um kaum eine andere Versicherung ist so lange gerungen worden, wie um die Pflegeversicherung. Am 01.01.1995 wurde sie in Kraft gesetzt
und blieb bisher unverändert bestehen. Zum 01.07.2008 ist sie nun reformiert worden. Die einen sprechen vom großen Wurf der mit der Pflegereform gelungen ist,
die anderen von einem „Reförmchen“. Wir wollen – nachdem alle 5 Monate Erfahrungen mit der Pflegereform gesammelt haben – in dieser Sendung der Frage nachgehen,
was sie tatsächlich an Verbesserungen insbesondere für Demenz- und Alzheimer-Kranke gebracht hat. Wie schon in der 2. Sendung angekündigt, wird Frau Gerner von der
BARMER Ersatzkasse Köln unsere Fragen beantworten.

4

Behandlungsmölichkeiten von Men-schen mit Migrationshintergrund.
Vorstellung des Projekt TRAKULA
(TRAnsKULturelles Assessment).

Wir sprechen mit Dr. Murat Ozankan, dem Leiter der Migrantenambulanz der Rheinischen Kliniken Langenfeld. Die Migrantenambulanz bietet
für die Behandlung psychisch erkrankter Migranten aus der Türkei und aus dem russisch-sprachigen Raum ein spezifisches Konzept an. Behandelt werden Patienten
mit psychiatrischen Erkrankungen, neurotischen Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Suchterkrankungen, seelischen Erkrankungen im höheren Lebensalter sowie mit
Demenz und Alzheimer.
Die Rheinischen Kliniken Langenfeld haben zusammen mit der Universitätsklinik Köln, Neurologie und der türkischen Alzheimer Gesellschaft im Projekt TRAKULA
(Transkulturelles Assesment) weitestgehend sprachfreie Tests zur Erkennung einer Demenz- oder Alzheimer-Erkrankung entwickelt. Diese Tests wurden im Rahmen
einer Studie mit älteren türkischen Mitbürgern erprobt. Sie sind so angelegt, dass sie auch mit anderen Migrantengruppen, z.B. älteren russischen Mitbürgern angewandt werden können.

5

Fortschritte in der Forschung zur Früherkennung der Alzheimer Krankheit.

In welchem Stadium kann man die Alzheimer Krankheit diagnostizieren? Gibt es eine Früherkennung? Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung? Und ist es
tatsächlich ein Vorteil schon frühzeitig die Diagnose Alzheimer zu erfahren? Wie sieht die Behandlung aus? Welche Fortschritte gibt es?
Prof. Dr. Hans Förstl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Technischen Universität München einer der führenden Experten auf dem Gebiet
der Alzheimer Krankheit gibt uns heute Auskunft über diese und andere Fragen.

6

Pflegemissstände in Deutschland. Was können WIR dagegen tun?

In der 6. Sendung sprechen wir mit b>Claus Fussek, Deutschlands bekanntestem Pflegekritiker. Wir haben ihn unmittelbar nach dem
72. Pflegestammtisch in München aufgesucht.
Er berichtet über die Gründung des Pflegestammtischs im Jahr 2000. Der Pflegestammtisch findet seither monatlich im Münchener Löwenbräukeller statt.
Mit dem gemeinsamen Ziel der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Pflege treffen sich hier Betroffene, Angehörige, Pflegepersonal,
Heimleiter und Politiker aller Ebenen.
Im zweiten Teil der Sendung stellt Claus Fussek das Buch „Im Netz der Pflegemafia“ vor, dass er nach umfangreichen Recherchen zusammen mit dem Journalisten
Gottlob Schober (Report Mainz) geschrieben hat.

7

Gabriela Zander-Schneider liest aus ihrem Buch „Sind Sie meine Tochter?“

Erinnerungslos – Leben mit Alzheimer
Zuerst waren es nur ein paar Schusseligkeiten. Dann ertappte Gabriela Zander-Schneider ihre Mutter dabei, dass sie in Hausschuhen zum Einkaufen ging
oder wildfremde Menschen umarmte. Dann die Diagnose: Alzheimer. Gabriela Zander-Schneider berichtet vom Leben mit ihrer alzheimerkranken Mutter, von der
schleichenden Persönlichkeitsveränderung, von Erfahrungen mit Ärzten und Problemen im Alltag.

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Vorstellung einer Akutgeriatrie und Tagesklinik

In der 8. Sendung sprechen wir mit Dr. med. Jochen Gerd Hoffmann, dem Chefarzt der Akutgeriatrie und Tagesklinik des Malteser Krankenhauses
St. Hildegardis in Köln. Er erläutert uns den Unterschied zwischen der Akutgeriatrie und einer Station in einem allgemeinen Krankenhaus und stellt uns die Tagesklinik vor.

9

Gespräch mit einer pflegenden Angehörigen (Christa)

Die Angehörigen tragen die größte Last, wenn ein Familienmitglied an Alzheimer Demenz erkrankt ist.
In den kommenden Sendungen erzählen uns pflegende Angehörige ihre Erfahrungen, ihr Erleben und ihre Geschichten. Über Zukunftsängste, über Überforderung,
über Trauer aber auch über schöne Momente, die ihnen immer wieder die Kraft geben weiter zu machen.
Nachdem Gabriela Zander-Schneider in Folge 8 den Prolog aus ihrem Buch „Sind Sie meine Tochter?“ gelesen hat, sprechen wir nun mit der ersten pflegenden Angehörigen.
Christa hat ihren Mann jahrelang zuhause gepflegt, in den ersten Jahren ohne jegliche Hilfe. Sie erzählt von den Höhen und Tiefen in der Pflege ihres erkrankten Mannes.
Davon wie sie ihren Beruf aufgeben musste, wie sich ihr komplettes Leben veränderte, bis hin zur Heimunterbringung, die letztlich unausweichlich war. Christas Mann ist
dort dann innerhalb weniger Wochen verstorben.
Sie berichtet auch von den Erfahrungen, der Hilfe und Unterstützung, die sie in einem Gesprächkreis für pflegende Angehörige erhalten hat.

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Gespräch mit einer pflegenden Angehörigen (Dina)

Wie ist es wenn man mit Anfang 20 erfährt, dass die eigene Mutter an Alzheimer erkrankt ist?
Kann man das Ausmaß dieser Diagnose überhaupt begreifen? Darf man trotzdem seinen Weg gehen oder muss man die eigenen Interessen zurückstecken? Wie geht man
als junger Mensch mit der eigenen Hilflosigkeit um? Auf diese und viele andere Fragen wird uns die 25-jährige Dina, deren Mutter vor einigen Jahren erkrankte antworten.
Sie lässt uns teilhaben an der Auseinandersetzung mit der fortschreitenden Persönlichkeitsveränderung der Mutter und der daraus resultierenden Veränderung für die eigenen
Lebensplanung. Ein Interview, dass den Zuhörer nachhaltig beeindruckt.

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Gespräch mit einem pflegenden Angehörigen (Rainer)

Rainer ist 57 Jahre. Seine Frau 8 Jahre älter und mittlerweile im fortgeschrittenen Stadium der Alzheimer-Demenz. Sie haben alles versucht, jede Untersuchung,
jede Therapiemöglichkeit in Anspruch genommen. Doch es lässt sich nicht aufhalten. Die Krankheit nimmt einen raschen Verlauf und Rainer muss sehen wie er die Balance
zwischen Berufstätigkeit und häuslicher Pflege so lange es geht halten kann. Bereits jetzt ist ihm die Erschöpfung anzusehen. Und wie wird die Zukunft aussehen? Muss er
sich an den Gedanken an eine stationäre Unterbringung gewöhnen? Ein weiteres Schicksal dass dem Angehörigen alles abverlangt und uns nachhaltig beeindruckt.

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Gespräch mit einer pflegenden Angehörigen (Hannelore)
(Anm.: Rückblick auf ein Interview beim Alzheimer-Gespräch)

Kommt man als Angehöriger auf Dauer alleine mit der Belastung zurecht?
Wie wichtig ist es Hilfen anzunehmen und wie wichtig ist der Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen?
Viele Menschen begleiten wir nun schon seit mehreren Jahren. Hannelore hat viele Jahre ihren erkrankten Mann zu Hause versorgt bis es irgendwann unvermeidlich wurde
ihn in einer stationären Einrichtung unterzubringen. Wir werden in dieser Folge ein Interview aus dem Jahre 2007 hören und in der nächsten Folge wird Hannelore uns über
das berichten, was in der Zwischenzeit passiert ist und wie sie es geschafft hat damit fertig zu werden.
Der Erfahrungsbericht einer bewundernswerten Frau, deren Einsatz Beispiel gebend ist für all die Angehörigen, die Tag täglich ihren Pflegealltag meistern häufig unbemerkt
von der Öffentlichkeit.

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Gespräch mit einer pflegenden Angehörigen (Hannelore)
(Anm.: Fortsetzung der Sendung 12

Hannelore hat viele Jahre ihren erkrankten Mann zu Hause versorgt bis es irgendwann unvermeidlich wurde ihn in einer stationären Einrichtung unterzubringen.
In der letzten Sendung war ein Interview mit Hannelore aus dem Alzheimer Gespräch zu hören. Jetzt berichtet sie uns über das, was in der Zwischenzeit passiert ist und wie sie es
geschafft hat damit fertig zu werden.

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Die IDEA Studie der Universität Dresden,
Das Pilotprojekt AMi – (Alzheimer Monitoring) der Universität Siegen
Der Fotokalender 2010:Vorankündigung

Die Moderatoren Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider melden sich nach einer ausgedehnten Sommerpause mit der Ankündigung vieler interessanter
Themen und Gesprächspartner zurück. In den kommenden Wochen werden sie wieder gemeinsam mit interessanten Gästen über Neues und Altbewährtes rund um das
Thema Demenz sprechen.
Heute stellen die Moderaten den Kalender der Alzheimer Selbsthilfe e.V. vor, der zeigt, dass trotz der Diagnose Alzheimer Demenz die Lebensfreude nicht außen vor bleiben muss.
Sie sprechen über zwei Studien-Projekte, an denen pflegende Angehörige mitarbeiten können. Die IDEA Studie der Universität Dresden, die die Belastungen der pflegenden Angehörigen
erfassen soll und das Pilotprojekt AMi – (Alzheimer Monitoring) der Universität Siegen, dass die Betreuung demenzkranker Menschen unterstützt.
Neugierig geworden? Dann hören Sie auch in den kommenden Wochen immer mal wieder rein.

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Eröffnung der Demenzstation im Malteserkrankenhaus St. Hildegardis Köln durch Königin Silvia von Schweden

Königin Silvia in Köln
Heute hat Königin Silvia von Schweden im Malteser Krankenhaus St. Hildegardis Köln die erste Demenzstation in Deutschland nach dem Silviahemmet-Konzept eröffnet.

Das exklusive Interview mit dem Chefarzt des Zentrums für Altersmedizin und Demenz, Herrn Dr. med. Jochen G. Hoffmann finden Sie hier.
Die Gründer der Alzheimer Selbsthilfe e.V., Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang Schneider nahmen an der Eröffnung durch Königin Silvia teil.
Sie haben die Entstehung dieses Projektes von Anfang an begleitet und sind auch weiterhin in das Konzept eingebunden insbesondere in den Bereichen Kommunikation,
Beziehungsarbeit sowie Unterstützung der Familien und Angehörigen.

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Projekt „Menschenlachen“

Das Projekt Menschenlachen
Mit dem Projekt „Menschenlachen“ wurde ein neuartiger Ansatz entwickelt, der den Anforderungen und Ansprüchen in der Betreuung demenzkranker Menschen
in besonderer Weise gerecht wird.
In dieser Sendung stellt Joachim van Moll dieses Projekt vor.

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Die IDEA – Studie der Universität Dresden

Die IDEA – Studie der Universität Dresden
Das Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität Dresden führt derzeit bundesweit eine Erhebung mit dem Namen „IDEA“ durch.
Befragt werden Menschen, die ein an Alzheimer erkranktes Familienmitglied (z. B. Ehepartner, Vater oder Mutter) zu Hause pflegen und betreuen. Es wird untersucht,
wie sich die Pflegesituation auf Ihren Alltag als pflegender Angehöriger auswirkt und welche Belastungen und Veränderungen sie möglicherweise mit sich bringt.
Mit Hilfe der Ergebnisse dieser Erhebung soll auf die besondere Situation der pflegenden Angehörigen aufmerksam gemacht werden.
Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang J. Schneider sprechen mit dem Projektleiter Herrn Dr. Oliver Riedel von der Universität Dresden. Weitere Einzelheiten und wie
sich Interessenten zur Teilnahme an der Studie melden können, finden Sie bei unseren „aktuellen News des Treffpunkt Alzheimer“.