


Tipps zum Umgang mit demenzkranken Menschen
Durch praktische Hilfestellung der Angehörigen können die negativen Folgen der Alzheimer-Krankheit für die Patienten vermindert oder zumindest gelindert werden.
Verzichten Sie auf Korrekturen von Fehlleistungen, wann immer das möglich ist, da diese den Patienten beunruhigen und beschämen
Vermeiden Sie „Gehirntraining“ in Form von „Abfrageübungen“
Nehmen Sie das Verhalten des Erkrankten nicht persönlich, z.B. wenn er Ihren Namen vergisst
Lassen Sie vergessene Informationen wie das aktuelle Datum oder Namen unauffällig ins Gespräch einfließen
Im Anfangsstadium der Krankheit können Notizen (Tagebucheinträge usw.), Schilder an Türen usw. helfen, das Erinnerungsvermögen zu unterstützen
Eine gleich bleibende Umgebung und ein strukturierter Tagesablauf reduzieren die Probleme, die z.B. durch Gedächtnisstörungen auftreten
Halten Sie lebensgeschichtliche Erinnerungen lebendig. Schauen Sie sich z.B. gemeinsam alte Fotos an
Versuchen Sie nicht, den Patienten durch logische Argumentation von Ihrer Sicht der Dinge zu überzeugen
Gehen Sie Streitereien oder Diskussionen aus dem Weg, indem Sie dem Erkrankten entweder Recht geben, ihn ablenken oder aus der Situation herausgehen.
Erwarten Sie nicht, dass der kranke Mensch fähig ist, seine Handlungen zu erklären
Beseitigen Sie wenn möglich „Quellen“ für Fehlinterpretationen des Erkrankten , z.B. können Schatten bei frühzeitiger Dämmerung Angst einflößen, glänzende Fußböden Wasser vortäuschen, das eigene Spiegelbild als Bedrohung wahrgenommen werden, usw.
Nehmen Sie diese Ängste ernst und versuchen Sie, die kranke Person auf der Gefühlsebene zu beruhigen
Suchen Sie selbst nach Ursachen, wenn der Kranke „ohne Grund“ beunruhigt oder verängstigt zu sein scheint
Akzeptieren Sie „unreife“ Notreaktionen der Kranken wie z.B. ein „Das war ich nicht“ für ein umgestoßenes Glas
Tipps zum Umgang mit demenzkranken Menschen